International PHP Conference / Webinale 2010 2. Tag

Der 2. und der 3. Tag der IPC / Webinale 2010 waren wesentlich spannender als der 1., hier die Vorstellung der Sessions, die ich besucht habe sowie die Präsentations-Slides, so sie denn veröffentlicht wurden.

Tag 2

Los ging es diesmal für mich bereits um 8:30 Uhr. Dort referierten 2 Jungs von 1&1 über Frontend-Performance mit PHP. Der Titel war etwas komisch, dafür begeisterte der Rest der Präsentation. Kurz gefasst wurden einige der Regeln von YSlow gruppiert (GZIP-Komprimierung, Verringerung der HTTP-Anfragen, Richtige Positionierung von CSS und JS, Steuerung des Browser-Cachings) vorgestellt und die Hintergründe erläutert. Ich möchte mich nochmal bedanken, dass auch dieser Blog in der Präsentation Erwähnung fand. Daran habe ich auch gesehen, dass ich eventuell kürzere URLs anbieten sollte, denn http://phpperformance.de/mod_gzip-mod_deflate-und-sonstige-komprimierungsverfahren-fuer-web-inhalte/ belegte 3 Zeilen in der Präsentation und wird wohl von niemandem ohne Schreibfehler notiert worden sein 😉

Eine Frage kam noch aus dem Publikum, die nicht beantwortet wurde: Weshalb verzögert sich der Seitenaufbau, wenn man allein ob_gzhandler einsetzt? Die Antwort ist, dass PHP dann die gesamte Ausgabe des Scripts puffert und nichts an den Browser schickt bis das gesamte Script ausgegeben ist. Genaueres steht dazu in meinem Beitrag zum Vergleich zwischen ob_gzhandler und zlib.output_compression.

Die Webinale stand an diesem Tag unter dem Motto Onlinemarketing Day. Im Rahmen dessen hörte ich mir als nächstes an, dass Produktinfo und -inszenierung in Zukunft entscheidend für den Erfolg fast jeder Marke sein werden. Da die Inhalte nicht unbedingt zu diesem Blog passen, möchte ich nicht großartig darauf eingehen.
Genauso verhält es sich mit dem anschließend von mir besuchten Beitrag zu Word-of-Mouth-Marketing und dem Ripple-Effekt von Martin Oetting. Letzterer Beitrag gehörte aber zweifelsohne zu den besten und war sehr inspirierend!

Nach dem wunderbaren Mittagessen (Kompliment an das Maritim!) ging es in die bereits an Tag 1 erwähnte Keynote. Heute ging es um PHP 5.3. Dummerweise ohne Präsentation und ohne Konzept standen hierbei 5 Vortragende vor den Zuhörern und haben sich von Frage zu Frage gehangelt. Man hatte hier wirklich das Gefühl, dass diese 5 froh waren, als die Vortragszeit rum war.
Letztes Jahr hatte hier Andrei Zmievski ebenfalls über PHP 5.3 gesprochen – mit Humor, sehr verständlich und vor allem mit Konzept. Das war wesentlich besser.

Anschließend ging es um Social Media Usability, vorgetragen von Frank Puscher. Frank Puscher hat den ganzen Tag als Moderator durch die Onlinemarketing-Präsentationen geführt und auch anschließend Fragen gestellt – sehr erfrischend im Gegensatz zu reinen Vorträgen.

Anschließend wurde es wieder technisch. Da NOSQL-Datenbanken wie CouchDB und MongoDB derzeit in aller Munde sind, wollte ich mir auch mal ein wenig dazu anhören. Speziell ging es hier um MongoDB, eine Datenbank kann man sich hierbei als JSON vorstellen. Leider konnte mich der vortragende Nate Abele nicht wirklich davon überzeugen, mich näher damit zu beschäftigen. Für mich wurde nicht deutlich, was die Vorteile einer solchen Lösung gegenüber klassichen relationalen DB-Systemenen ist. Der einzige Vorteil der benannt wurde, war die Speicherung passend zur Objektorientierung, die die meisten modernen Softwareprodukte verwenden. Was allerdings Performance angeht, habe ich starke Zweifel, ob sich NOSQL-Systeme durchsetzen werden. In der Diskussion wurde auch deutlich, dass es hier und da Probleme mit der Integrität der Daten gibt. Und leider kam es mir zu oft vor, dass der Vortragende zu bestimmten Fragen mangels Erfahrung keine Antwort geben konnte.
Also vielleicht überzeugt mich später mal jemand von NOSQL-DBs, aber vorerst ist das Thema für mich völlig uninteressant.

Zum Abschluss gab es für mich nochmal einen Marketing-Vortrag zum Thema Conversion Boosting. Jörg Dennis Krüger von der Quisma AG referierte hierbei über Conversion-Optimierung. Ebenfalls ein guter Vortrag, den man recht einfach zusammenfassen kann: Man muss alles testen!
Beispiele zeigten eindrucksvoll, dass die Meinung der Designer, Betreiber bzw. Entwickler eines Webprojektes ihr Produkt viel zu gut kennen, als dass sie entscheiden könnten, welche Varianten eine bessere Conversion aufweisen werden. Man muss nicht wissen, warum eine bestimmte Variante besser funktioniert – es ist ausschließlich interessant, welche Variante es ist!

Außerdem gab es am 2. Tag folgende Präsentationen:
PHP on the D-Bus

Der zweite Tag war sehr gelungen. Leider waren einige für mich interessante Vorträge parallel, sodass ich mich für einen entscheiden musste, aber das zeigt ja nur, dass die Qualität gut war.

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