Welcher Webhoster liegt 2015 vorne?

Nicht nur einzelne Poweruser denken heute über eigenes Webhosting nach, sondern auch durchschnittliche Anwender – denn CMS-Systeme erlauben den einfachen Aufbau von Blogs und ähnlichen Webseiten, die zur heutigen Internetkultur passen. Aber: Welche Webhosting-Services bieten eigentlich welche Funktionen und welche davon sind überhaupt wichtig? Weitere Infos zu verschiedenen Webhost Anbietern im Überblick, finden sich auf Netzsieger. In diesem Artikel zeigen wir, wie aktuelles Webhosting aussehen sollte und vergleichen 1&1, Host Europe & Co.

Wichtige Aspekte eines modernen Webhosts

Stimmt die Leistung? Das sollte eine der ersten Fragen sein, denn ein Anbieter, der nicht die notwendige Leistung für den Betrieb von Webseiten oder Blogs bereitstellt, ist eine mittelschwere Katastrophe. Sind im Paket wirklich genügend Domains auch für größere Projekte enthalten und ist eine Traffic-Flatrate wirklich unbeschränkt – oder wartet das Kleingedruckte nur darauf, den Spaß an der eigenen Webseite zu vermiesen?

Weiterhin – und das stimmt gerade im Zeitalter von NSA & Co. – muss die Sicherheit von Daten zu 100 % gewährleistet werden. Beim Betrieb eines Online-Shops etwa dürfen Kundendaten auf keinen Fall in falsche Hände geraten, da es ansonsten schnell um das Unternehmen geschehen sein könnte. Einen einmal ramponierten Ruf kann man nicht so schnell wieder aufbauen.

Wie es ist außerdem um den Umfang der Leistungen bestellt? Die beste Sicherheit und Leistung helfen nicht, wenn etwa ein verständliches, einfach zu bedienendes CMS-Tool fehlt oder auch andere Services erst im Nachhinein noch geordert werden müssen. Die Zeiten komplexer Anwendungen für den Aufbau einfacher Webseiten sind vorbei. So einfach und gleichzeitig umfangreich wie möglich sollten moderne Webhoster ihre Angebote vermitteln!

Aber auf welche Anbieter trifft das zu?

Relativ günstig und daher auf die notwendigsten Eigenschaften beschränkt ist one.com: Der Anbieter stellt bis zu 2 Terabyte Speicherplatz für Daten jeglicher Art zur Verfügung und bietet einen kostenlosen CMS-Webeditor für Einträge an. POP3- und IMAP-Protokolle für den E-Mail-Verkehr stehen bereit, außerdem warten unendliche Subdomains darauf, mit Content gefüttert zu werden. Allerdings versteht der Server kein Python oder Pearl, falls das von Belang sein sollte. Auch die anderen Leistungen beschränken sich auf das Nötigste: Eine Domain, ein FTP-Account, eine MySQL-Datenbank – mehr gibt es nicht.

Flexibler geht Host Europe vor: Der Anbieter stellt bis zu 25 FTP-Zugänge bereit, sodass sich das Webhosting auch für Projekte eignet, an welchem viele Mitarbeiter gleichzeitig arbeiten. Bis zu 50 MySQL-Datenbanken und die Unterstützung für CGI-Skripte erhöhen die Flexibilität weiter, sodass auch Online-Shops gut mit Host Europe realisiert werden können. An Sicherheitsfunktionen wird vom einfachen Virenscanner bis zur SSL-Verschlüsselung alles geboten, was ein moderner Webhost auch anbieten sollte. Aber: Eine Einführungsanleitung gibt es nicht, ein wenig Vorwissen sollte also vorhanden sein.

Preislich unschlagbar ist zu guter Letzt 1&1: Eine einfache Domain kostet dort nur etwas mehr als 3 Euro pro Jahr, der Webspace kann durch entsprechende Pakete auf eine unendlich große Kapazität aufgewertet werden. Alle relevanten Sicherheitsstandards werden erfüllt, die Anzahl von nur zehn Subdomains im kleinsten Paket ist jedoch nicht unbedingt begeisternd. Außerdem bietet 1&1 keinerlei Tutorial zum Umgang mit dem Webspace und auch Videos erhält der Kunde nicht. Immerhin: Wer nicht zufrieden ist, bekommt innerhalb von 30 Tagen den kompletten Kaufpreis zurückerstattet – selbst wenn es sich dabei nur um wenige Euros handelt.

Für wen eignet sich welcher Host?

Abschließend lässt sich sagen, dass beispielsweise Host Europe oder auch der sehr ähnlich angelegte Anbieter STRATO schon in den einfachsten Paketen die Umsetzung kleiner Projekte erlaubt. one.com hingegen bedient die Ecke der Ein-Mann-Aufgaben: Für Blogs beispielsweise sollte sich dieser Webhost hervorragend eignen. Wer jeden Cent umdrehen möchte, schaut bei 1&1 vorbei: Es handelt sich um den mit Abstand günstigsten Webhosting-Service, der dennoch ausreichen sollte, um viele Privatanwender zufriedenzustellen. Nur bei der Unterstützung von mobilen Apps für iOS und Android haben die anderen genannten Anbieter die Nase deutlich vorn.

Jan hat 152 Beiträge geschrieben

5 Kommentare zu “Welcher Webhoster liegt 2015 vorne?

  1. Manuel sagt:

    Hallo, danke für den Beitrag. Ich finde es ein wenig Schade das du keine Informationen bzgl. Support gegeben hast. Heut zu Tage ist es auch enorm wichtig, wie zufrieden man mit Support ist.
    Ich hoffe „Werbung“ ist erlaubt. Mir persönlich gefällt uberspace am besten. Das „Problem“ an diesem Hoster ist, das es keine GUI zum einrichen von zB Domains etc. gibt. Preislich sind sie unschlagbar, da der Preis selbst definiert werden kann. Der Support ist einsame Spitze, innerhalb kürzester Zeit erhält man eine Antwort und diese ist zudem ausführlich nicht einfach „geht jetzt“ sondern auch warum etwas nicht geklappt hat, etc. Auch was die Features anbelangt kann ich nur sagen tip-top. Egal welche Programmiersprache verwendet werden soll, es ist (mit vorsicht gesagt) alles vorhanden, NodeJS, PHP, Perl, CGI, …

  2. ich sagt:

    Na ja. So wirklich Gut war der Artikel nicht. Du hättest durchaus Unterscheidungen zwischen Free-, und Payhostern machen können. Auch eine ausführlichere Auswertung wäre besser gewesen. Es liest sich eher wie aus einem Prospekt abgeschrieben.

    Von Strato möchte ich abraten. Zwar sind sie günstig und die Einrichtung (kauf der Domain, Bezahlung) geht schnell jedoch ist das System für den Admin unübersichtlich, die eigene PHP-INI funktioniert nicht, Bilderuploads funktionieren nur, wenn die Datei kleiner als 1kommairgendwas mb ist, der Support ist dürftig.

    Ähnliches kann ich über 1&1.de berichten.

    Für Freehoster kann ich ms5.eu empfehlen. Es ist nur Standard aber dafür Werbefrei, 10gb Space und x-MySQL DB, PHP, Perl, CGI.

    Payhoster MÜSSEN heute aber mehr als nur SQL und PHP/PERL und CGI bieten, bspw. NodeJS, APC oder Memcache sollte auch dabei sein.

  3. Torsten sagt:

    Hallo Jan,

    zu empfehlen wäre auf jeden Fall all-inkl.com
    Dort bin ich seit 10 Jahren. Damals von 1und1 gewechselt und ich kann mich nur Lobend über sie äußern.
    Beruflich muss ich immer wieder mit Hostings von 1und1 arbeiten und das ist ein Graus, vor allem der telefonische Support ist Mist.
    Wir mussten einmal 2 Monate warten, bis die es geschafft hatten, ein SSL-Zertifikat einzurichten.
    HostEurope ist schrecklich unübersichtlich, aber der Support ganz gut.

    Wenn man bei all-inkl anruft, geht sofort jemand ran und bisher habe ich noch keine Frage unbeantwortet gehabt und das waren keine larifari Fragen.
    Und für mich ist der Preis auch ok.

    Ich arbeite übrigens nicht für all-inkl.com, aber wenn Lob angebracht ist, dann sollte man das auch mal kund tun.

    Gruß

    Torsten

  4. lukas sagt:

    Meiner Erfahrung nach ist man bei 1&1 auch überhaupt nicht gut aufgehoben. Der Kundenservice hat wirklich großen Verbesserungsbedarf..
    Zudem ist er mit den 3 € auch lange nicht mehr der Günstigste. Bei
    QLOC bekommt man eine Domain mit 10 Subdomains schon für 1,49 €. Größere Pakete gibt’s für ein paar Cent mehr natürlich auch. Arbeite mit denen momentan und bin wirklich zufrieden.

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