Mobiles Internet

In Zeiten, in denen Handys immer leistungsfähiger werden und mittlerweile auch HTML-, CSS- und JS-fähige Browser spendiert bekommen, ist klar, dass es immer mehr Nutzer gibt, die ihren ständigen Begleiter dazu nutzen, im Netz Informationen abzurufen. Und doch wird das Thema bisher stiefmütterlich behandelt.

Das Problem am mobilen Internet war jahrelang, dass die Entwicklung für Handys (mindestens) drei Nachteile hatte:

  1. neue (im Vergleich zu HTML abgespeckte) Markup-Sprache nötig (WAP, cHTML usw.)
  2. unterschiedliche Interpretationen der Browser auf den verschiedenen Geräten -> zumal das Testen auf Handys viel schwieriger ist als am Desktop, denn wer hat schon Zugang zu vielen Handys?)
  3. und drittens war die Bandbreite meist so gering, dass interaktive Inhalte meist sinnfrei waren

Mittlerweile hat sich das etwas geändert. Die Datenraten sind gestiegen, manche Leute nutzen sogar zu Hause am Rechner die Handy-UMTS-Flatrate.
Außerdem gibt es mittlerweile bessere Browser und die interpretieren valides HTML zumindest annähernd kompatibel (leichte Unterschiede ist man ja vom Desktop her gewöhnt).

Nicht zuletzt ist das Mobile Internet aber so interesant, weil es eben (Achtung Fremdwort) ubiquitär ist. Das bedeutet, es ist überall verfügbar. In Deutschland gibt es mehr Handys als Einwohner und das will schon was heißen. Es birgt also ein riesiges Potential.

Insbesondere Geo-basierte Dienste sind natürlich mit dem Handy toll umzusetzen.
Man ist gerade beim Spielzeugeinkauf für die Kids zu Weihnachten und hat sich entschieden. Dann kann man nochmal kurz überprüfen, ob ein Laden in der Umgebung das Objekt der Begierde etwas günstiger anbietet. Sehr schlecht für die Ladenbesitzer, die teuer anbieten, aber das ist im Web ja nicht anders.

Der Galileo-Verlag hat nun ein neues Buch namens Mobiles Webdesign herausgebracht. Beim Webstandard-Blog gibts dazu sogar ein Gewinnspiel. Also wer an diesem Thema interessiert ist und noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für sich selbst hat (oder seinen Wunschzettel noch nicht abgeschickt hat), dem sei das empfohlen.

Nun wollte ich euch mal fragen, wie ihr zum Mobile Web steht. Gibt es schon Erfahrungen? Wie am besten einsteigen? Sollte man Subdomains nutzen oder anhand der Browserkennung die mobile bzw. normale Version ausliefern? Welche mobilen Seiten findet ihr gut bzw. schlecht? Wie sollte ein Design verändert werden, um auf den kleinen Displays ordentlich angezeigt zu werden?
Ich freue mich auf eure Meinungen! Wer über ein bestimmtes Thema separat diskutieren möchte, darf auch gern das Forum nutzen.

Jan hat 152 Beiträge geschrieben

3 Kommentare zu “Mobiles Internet

  1. Michael sagt:

    Hi,

    wir haben die mobile-Version unseres sozialen Netzwerks (Schueler.CC) separat für „normale“ Handys und das ihpone entwickelt (2 Stylesheets fürs Iphone, einmal Landscape und einmal Portrait, 1 Stylesheet für die restlichen Browser mit realativen Größenangaben).

    Besucht man die Homepage, wird gecheckt ob es sich um einen mobilen Browser handelt, wenn ja, landet man direkt auf der entsprechden Subdomain (iphone/mobile). Dort gibt es allerdings direkt einen Link, mit dem man wieder zur normalen Seite gelangt und dann auch dort bleibt (via session-variable geregelt).

    Die mobile-Version bietet nicht den vollen Leistungsumfang, aber langt um zu kommunizieren und up-to-date zu sein.

  2. Engel sagt:

    Auch wenn das mobile Internet Einzug hält,und jedes Handy diese Funktion unterstützt,bin ich dennoch nicht bereit dieses zu nutzen.Klar die Technik entwickelt sich weiter,jedoch bleibe ich beim Internet von meinem Rechner…

Eine Antwort schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert mit *

You may use these HTML tags and attributes: <a href=""> <blockquote cite=""> <pre lang=""> <b> <strong> <i> <em>